#8 Liebes Tagebuch

Liebes Tagebuch,

letztes Mal habe ich euch davon erzählt, dass wir unser erstes Semester als Performance einstudieren sollten. Am Montag habe wir diese gezeigt. Es war, als wenn ich das komplette erste halbe Jahr erneut erlebe. Ich habe geweint, gelacht und war wütend. Jeder hat seine Inszenierung anders gemacht. Es gab welche die es erzählt haben, einige haben es mit Tanz ausgedrückt, bei mir war von allem etwas dabei.

Unsere Lehrerin fand es so schön, dass wir darauf jetzt eine Gruppen arbeiten machen sollen und es wie ein Puzzle zusammen setzten sollen. Zuerst in 3 Gruppen und am Ende müssen alle miteinander verknüpft werden.Zudem haben wir gelernt, wie man richtig fällt, ohne sich wehzutun. Das haben wir dann mit einem fast Kuss verknüpft. Das heißt, wie sind vor einander stehen geblieben, haben uns tief in die Augen geschaut, sind uns langsam näher gekommen und dann plumps, gefallen!

Bei Kameraacting haben wir unseren 1 min Film gezeigt. Mein Dozent fand den Film ganz gut, bis auf das Overshoulder filmen und, dass er meiner Spielpartnerin die Therapeutin nicht abgekauft hat. (Den Film könnt ihr euch auf meinem Instagram @anika_lamade anschauen.)

Am Mittwoch hatten wir dann auch wieder Grundlagen. Wir haben angefangen, mit den klassischen Monologen zu arbeiten. Ich habe mir aus Maria Magdalena die Klara ausgesucht. Wir haben mit der „Faden“ Übung angefangen, könnte ihr euch erinnern? Wir stellen uns vor, dass eine Person, in dem Fall der Autor, über uns sitz und mit uns Marionette spielt. Das ist so ein verrücktes Gefühl, weil du dich gar nicht wehren kannst, obwohl du es eigentlich selbst machst. Danach haben wir den Autor in uns hineingelassen, wir konnten uns aussuchen an welchen Punkt im Körper. Bei mir hat er es sich in der Brust gemütlich gemacht. Das war dann auch der Punkt, wo die Emotionen in mir frei gesetzt wurden. Mit dem Gefühl haben wir uns im Raum bewegt und jemanden der Text ins Ohr geflüstert. Ich bin immer wieder erstaunt was der Unterricht mit mir macht.

Beim Sprechen sind wir wieder in die Resonanzräume gegangen und haben diesmal noch das Gesichtsfitnessstudio besucht, wie meine Lehrerin es so schön nennt. Das heißt das wir zB. die Wangen hochziehen, aber nur auf der einen Seite oder den Mundwinkel.

Und dann war die Woche auch schon wieder rum.

Bis nächste Woche

Eure Anika

 

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