Regiearbeit in der Schauspielschule

Hallo meine lieben, wie Ihr ja wisst, mach ich gerade das Vorsemester an der Schule für Schauspiel in Hamburg. Dort haben wir vor einiger Zeit mit Regiearbeit angefangen und ich finde, dass es ein sehr spannendes Thema ist, was ich gerne mit euch teilen möchte.

Also viel Spaß beim Lesen. Bei Fragen, hinterlasst mir einfach ein Kommentar 🙂

Bei der Regiearbeit geht es in erster Linie darum seine Idee / sein Stück an die Schauspieler weiterzuleiten. Wir sind 16 „Schüler“, davon machen ca. 2 Leute am Stück die Regiearbeit. Insgesamt haben wir ungefähr eine Stunde Zeit, um unsere Idee in ein Stück umzusetzen. Die Schauspieler werden am selben Tag ausgewählt und eingewiesen. Vorab gibt es keine Texte und auch keine Information über die jeweiligen Stücke.

Gestern hat z.B. eine Schülerin sich ein Theaterstück, was sehr komplex war, ausgesucht. Sie hatte an dem Tag alleine Regie, weil Sie alle Schauspieler für das Stück brauchte.

Am Anfang waren wir alle etwas überfordert, weil wir uns nicht vorstellen konnten, wie wir das, was Sie sich vorstellt, in die Tat umsetzten sollen. Doch Sie war guter Dinge.

Zuerst hat sie uns erzählt worum es in dem Stück geht. Dann wurden wir in die Rollen verteilt, ich wurde zur „Mutter“ ernannt. Meine Rolle war nicht besonders groß, aber dennoch sehr wichtig. Sie hat sich auch die Zeit genommen uns die Details zu unseren Rollen zu erzählen, damit wir uns damit auch identifizieren können. Was beim Spiel sehr wichtig ist, um die Rolle glaubwürdig rüber zu bringen. Als nächstes haben wir eine Stellprobe gemacht und haben die Szene einmal Durchgespielt. Danach sind wir in Gruppen gegangen und haben unsere Texte, soweit wie es möglich war gelernt. Natürlich konnten wir diese nicht perfekt auswendig lerne, dafür fehlte uns einfach die Zeit.

Die Generalprobe lief schon sehr gut und somit waren wir bereit es Vorzuspielen. Ich habe es zusätzlich noch mit der Kamera festgehalten, weil ich es persönlich gut finde, wenn man im Nachhinein sehen kann, was man besser machen könnte. Natürlich gibt unsere Schauspiel Lehrerin uns auch ein Feedback, aber es ist nochmal was anderes sich es selbst anzusehen.

Die Aufführung lief, für die kurze Zeit die wir hatten, sehr gut. Wir waren zufrieden und unsere „Regisseurin“ auch.

Dann gab es das Feedback.

Zu mir sagte Sie: „Liebes, wirklich gut. Am Anfang war ich total bei dir und konnte mich kaum von dir lösen. Aber als du dann angefangen hast deinen Text zu sagen, warst du total raus. Sehr schade. In dem Moment warst du nicht mehr die Mutter, die mit sich und ihrem Strickzeug beschäftigt war, sondern ich hab dann dich als Person gesehen. Da musst du aufpassen, dass es dich da nicht raushaut und das du zu 100% in der Rolle bleibst.“

Ich bin so dankbar, dass Sie uns immer direkt Feedback gibt. Jetzt wo Sie es angesprochen hatte, wurde es mir auch selbst bewusst. Ich hatte mich so auf den Text konzentriert, dass ich ganz vergessen hatte in meiner Rolle zu bleiben. Trotzdem war es ein super Feedback. Und beim nächsten Mal gebe ich dann 200% 🙂

Alles liebe, eure AnikaIMG_4958IMG_4956IMG_4955

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: