Aufnahmeprüfung an der Ernst Busch in Berlin

 Um 12 Uhr ging mein Zug von Flensburg nach Hamburg, natürlich nicht ohne Fehler, aber diesmal kam der Fehler von meiner Seite, denn ich Stand in Flensburg am falschen Gleis, in Flensburg gibt es nur 2 verschiedene Aufgänge zu den Gleisen und insgesamt nur 4 Gleise. Also einfach nur Dummheit. Zum Glück habe ich es noch rechtzeitig gemerkt und bin rüber gerannt.

Ich konnte auch einen Sitzplatz ergattern, es war ein dänischer Zug also alles auf dänisch ausgeschrieben und da ich fließend dänisch spreche, konnte ich sehen das der Platz nicht reserviert war. Sehr gut 🙂

In Hamburg habe ich dann meine Freundin Nina eingesammelt und per Zufall auch eine andere Freundin von mir getroffen, wir wollten dann natürlich alle zusammen sitzen, haben dann auch einen Platz gefunden aber nicht gemerkt das dass Ruhezone war, na toll also konnten wir nicht reden, obwohl wir soviel zu besprechen hatten.

Als ich zu Toilette gegangen bin, habe ich dann andere Plätze entdeckt und wir machten uns auf dem Weg, doch dieser erwies sich dann auch als Ruhezone, also schlenderten wir weiter im Zug entlang und fanden dann einen Wagon ohne Ruhebereich und mit ausreichend Plätzen.

Die Fahrt ging so schnell vorbei, weil wir uns so gut unterhalten haben. Ich habe die eine Freundin bestimmt schon drei Jahre nicht mehr gesehen, wir waren damals zusammen in einer Klasse. Am Berlin Hbf stiegen Nina und ich aus, und ich verabschiedete mich von meiner Freundin. Ich hatte mir ein Hotelzimmer im Best Western gebucht, weil ich einfach auch Ruhe brauchte und Nina schlief bei Ihrer besten Freundin, die noch nicht lange in Berlin wohnt.

 Am Abend habe ich dann nichts mehr gemacht, nur noch ein bisschen Serien geschaut auf meinem Laptop und bin die Rollen nochmal durch gegangen. Ich sollte zwei Monologe aus der Dramatischen Literatur vorbereiten und ein Lied. Ich habe mir einmal die Rolle Eve- aus der Zerbrochene Krug und einmal die Rolle Julia- aus Romeo und Julia ausgesucht. Als Lied habe ich „Dieser Weg“ von Xavier Nadioo genommen, dazu muss man wissen das ich nicht Singen kann.

Ich war überhaupt nicht aufgeregt, was mich etwas gewundert hat.

Am nächsten morgen ging es dann los, Nina und ich haben uns in Berlin Schöneweide an der S-Bahn getroffen und sind dann 10 min zu Fuß zur Schule gegangen. Von außen war die Schule sehr unscheinbar und von innen auch nicht die schönste, aber passte zu Berlin. Es gibt viele die sagen, das die Schule dreckig ist, was ich überhaupt nicht finde. Mir gefällt sie und ich könnte mir auch vorstellen dort zu Studieren.

Als erstes musste ich mich anmelden. Ich habe zwei Formulare bekommen wo ich meine Namen, mein Alter und meine Rollen, sowie meine Erfahrungen aufschreiben musste.

Die Formulare mussten wir dann mit in den Saal nehmen. Es war eine sehr angespannte Atmosphäre in dem Vorraum. Es gab Gruppe die sich unterhalten haben, einzelne Personen die still waren oder Musik gehört haben und dann gab es noch die, die Strech-Übungen machten. Nina und ich unterhielten uns mit einem Jungen aus Hamburg, der mit seine Mutter und Schwester dort war. Es war bei Ihm auch die erste Aufnahmeprüfung, also saßen wir im selben Boot.

Die erste Dozentin kam rein und rief 10 Namen auf, dann kam noch ein Dozent und rief nochmals 10 Namen auf. Ich war noch nicht dabei. Als dann nochmals ein Dozent kam rief er nochmals 10 Namen auf, darunter auch den Jungen aus Hamburg. Ich war in der letzten Gruppe mit dabei. Meine Dozentin war eine Frau mit kurzen blonden Haare, sehr schlank und super freundlich. Wir wurden in einen kleinen Saal gebracht, der hauptsächlich aus einer Bühne bestand. Dort wartetet ein weiterer Dozent auf uns. Der Mann war auch sehr nett und wir machten zum auflockern, kleine Aufwärmübung.

 Grimassen ziehen, Körper abklatschen, übers Gesicht fassen, springen und so weiter. Das machte ich Atmosphäre lockerer. Ich war allgemein nicht so krass aufgeregt wie ich dachte. Der Dozent erzählte und den Ablauf, als erstes würden wir alleine den ersten Monolog durchspielen, dann kommt eine Pause von 15 min, danach spielen wir den zweiten Monolog und dann werden die Dozenten sich beraten.

Als erste spielte ein Rothaariges Mädchen ihren Monolog, ich fand sie war sehr sehr gut. Dann war ich an der Reihen. Ich fing mit Eve- Der Zerbrochene Krug an. Ich brauchte dafür eine Tisch und einen Stuhl. Auf dem Tisch legte ich zerbrochene Scherben ihn und fing an den Monolog durch zu Spielen, ich glaube das er zu kurz war. Dann war die anderen nach und nach dran, wir durften bei allen zu schauen, was ich sehr interessant fand. Es gab drei Leute die ich sehr gut fand. Die anderen waren eher mittelmäßig bis sehr unsicher. Ich gehörte auch zu den Unsicheren. Nach der Pause ging es in der gleichen Reinfolge weiter. Ich fand meine zweiten Monolog viel besser als meinen ersten, aber ich wurde beim zweiten kurz vor Ende unterbrochen. Ob das ein Gutes oder Schlechtes Zeichen war, wusste ich nicht. Ich dachte aber eher ein Schlechtes.

Als alle auch das zweite Stück gespielt hatte, wurden wir nach draußen geschickt, dort mussten wir warten bis wir aufgerufen wurden.

Ich bin nicht in die zweite Runde gekommen, was aber nicht so schlimm ist, denn damit hatte ich auch nicht gerechnet. Als Kritik wurde mir gesagt, das ich es Größer hätte spielen sollen. Die Rollen würden sehr gut zu mir passen, aber ich hätte mich mehr in die Rolle hineinversetzen sollen.

Bei uns aus der Gruppe ist keiner weiter gekommen. Nicht mal das Mädchen mit den roten Haaren.

Der Junge aus Hamburg hat es auch nicht geschafft, er hat im Grunde genommen die gleiche Kritik bekommen wie ich.

Ich habe mich jetzt entschlossen, es trotzdem auf anderen Schulen zu versuchen. Als nächstes steht Hamburg an. Dafür werde ich mir jetzt professionelle Hilfe nehmen, um meine Stücke besser zu beherrschen, mal schauen, ob mein Weg mich auf eine Schauspielschule führt oder ob ich ohne Schule eine Schauspielerin werde… Es bleibt spannend….

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